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Stell Dir vor, wie schwach das Licht einer Taschenlampe ist. Die Leistung von etwa 3 Watt reicht knapp aus um damit nachts einige Meter weit zu leuchten. Kannst Du Dir auch vorstellen, dass man mit diesen 3 Watt Leistung eine Funkverbindung über Hunderte oder sogar Tausende von Kilometer herstellen kann? Amateurfunker haben oft den Eindruck die Physik überlistet zu haben, denn das kann tatsächlich funktionieren, das ist Faszination pur. Dies und viele andere Aspekte machen Amateurfunk zu einem sehr weiten Betätigungsfeld für technisch interessierte Personen. (c) HB9CIC |
Amateurfunk ist bestens dazu geeignet das Interesse an der Technik zu wecken und zu fördern.
Jugendliche, die Amateurfunk betreiben und sich dadurch technisches Wissen aneignen,
haben in der Berufswahl oft entscheidende Vorteile. Das Bestehen der Prüfung für
die Zulassung als Amateurfunker ist zudem die Bestätigung für ein persönliches Engagement,
auf das man wirklich stolz sein kann. Es war schon immer cool ganz besondere Fähigkeiten zu haben von
denen andere nur träumen können.
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Amateurfunk erleichtert den Einstieg in viele Berufe der Elektro-, Elektronik- und Kommunikationsbereiche. Hobby und
Beruf ergänzen sich dabei oft ideal, denn beide Bereiche stützen sich auf viele identische Grundlagen. Das trifft im
besonderen Mass auch für den Einsatz von IT-gestützten Anwendungen und Systemen zu, die an den meisten Funkstationen
längst selbstverständlich sind. Funkamateure sind innovative Leute, die neue Techniken kennenlernen und anwenden wollen.
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Amateurfunker treffen sich in lokalen Vereinen mit Kollegen aus sehr unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen.
Diese Kontakte sind ideal für den intensiven Austausch von Erfahrungen und Wissen in offenen Diskussionen.
Gegenseitige Hilfe beim Antennenbau, beim Eigenbau von Geräten und bei anderen Gelegenheiten ist selbstverständlich. Sehr
wertvoll ist die Pflege der Kollegialität, denn sie fördert die soziale Kompetenz jedes einzelnen. Sehr beliebt sind Treffen
in Kombination mit kulinarischen Höhepunkten, dies nur am Rande bemerkt.
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Amateurfunk erfordert kreatives Denken und Handeln. Zudem ist ein bestimmtes Mass an Fachkompetenz notwendig um sich im weltweiten Funkverkehr sicher bewegen zu können. Jeder der regelmässig seine Funkstation einsetzt kann sich diese Fähigkeiten aneignen. Je mehr Training, umso mehr Erfolg ist hier im gleichen Sinn zutreffend wie in vielen anderen Bereichen des Lebens auch. (c) HB9CIC |
Einzelne Amateure oder ganze Gruppen nehmen an nationalen und internationalen Funkwettbewerben teil. Es gilt
innerhalb einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Funkverbindungen abzuwickeln. Mit Einsatz und Ausdauer ist es durchaus
möglich an einem solchen Event innerhalb weniger Stunden 100 Länder und alle Kontinente zu erreichen. Diese Veranstaltungen
fördern die Fähigkeiten im Operating, in der Praxis des Funkens. Auch hier steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.
Spass und kulinarische Highlights kommen dabei nicht zu kurz, denn Amateurfunker lieben die Pflege der Kollegialität in
einer gemütlichen Atmosphäre.
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Amateurfunk findet nicht nur zu Hause sondern auch in der freien Natur statt. Kleine handliche Funkgeräte begleiten
uns auf Ferienreisen und Wanderungen, sind in Autos und auf Schiffen eingebaut und können auf der Grundlage internationaler
Abkommen oder mit den entsprechenden Gastlizenzen in vielen Ländern der Welt verwendet werden.
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Der Amateurfunk ist ein wichtiges Entwicklungsfeld für neue und zukunftweisende Technologien und Verfahren der
Informationsübermittlung. Daran hat sich seit den Anfängen der drahtlosen Kommunikation bis heute nichts geändert.
Seit der Erfindung der Morsetelegrafie und dem Sprechfunk haben während den letzten Jahrzehnten viele neue digitale
Formen der drahtlosen Kommunikation Einzug gehalten. Die Tatsache, dass eine Funkverbindung über Kontinente hinweg
selbst mit geringem technischen Aufwand möglich ist, fasziniert uns immer wieder aufs Neue. |
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Viele der Amateurfunker sind eher zufällig auf dieses exklusive Hobby gestossen. Andere haben den Einstieg über die
berufliche Ausbildung gefunden, und wieder andere sind in Rahmen einer militärischen Ausbildung mit der drahtlosen
Kommunikation erstmals in Kontakt gekommen. Jeder hat seinen ganz persönlichen Werdegang.
Link: Lizenz HB9
QR-Code
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Wahrscheinlich ist beinahe jeder schon einmal mit Amateurfunk "in Kontakt" gekommen. Mit Radiogeräten, die Kurzwellenbereiche
aufweisen, kann man auf einigen Bereichen seltsame, kaum verständliche Stimmen oder Morsesignale hören. Die Signale sind eher
schwach und viele davon liegen sehr nahe zusammen. Zu hören sind die verschiedensten Sprachen, dazu oft zirpende, pfeifende
oder andere nicht identifizierbare Aussendungen. Das können Signale von Amateurfunkstationen sein. | ![]() |
Unter den Betriebsarten verstehen wir die verschiedenen technischen Möglichkeiten der Informationsübertragung.
Die älteste Betriebsart ist die Telegrafie (Morsen), die im Kurzwellenverkehr nach wie vor sehr verbreitet ist.
Das Morsealphabet, erfunden durch Samuel Morse, wird heute noch in unveränderter Form angewendet. Hier kommen
international genormte Abkürzungen zur Anwendung, sozusagen ein "Amateurfunk Esperanto". Dadurch kann die benötigte
Zeit zur Übermittlung von Mitteilungen sehr kurz gehalten werden. Zudem können Personen miteinander kommunizieren
die sich mit keiner gemeinsamen Sprache treffen können.
Dazu ein Beispiel:
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Jeder Funkamateur wird seine Station nach seinen persönlichen Vorstellungen und Möglichkeiten aufbauen. Die Vielfalt an Varianten ist unerschöpflich. So gibt es als Minimalvariante das kleine Funkgerät, das in einer Ecke der Wohnung ganz unauffällig auf seinen Einsatz wartet. Glücklich der Amateur, der ein eigenes Zimmer für die Funkstation zur Verfügung hat. Solche Räume strahlen eine Mischung von Gemütlichkeit und Faszination aus die man erlebt haben muss. Allen Varianten ist jedoch etwas gemeinsam: Die technischen Komponenten wurden mit viel Fachkompetenz ausgewählt, gekauft und werden gehegt und gepflegt. Oft sind sowohl sehr moderne Geräte wie auch nostalgische Sende-Empfänger an der selben Station zu finden.
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"Ohne Antenne kein Funkverkehr" ist keine Erfindung der Amateurfunker. Bedingt durch die physikalischen Grundlagen der drahtlosen Kommunikation ist eine geeignete Antenne ein Muss. Amateurfunkantennen sind im Vergleich zu Fernsehantennen meistens recht gross, für Kurzwellen oft sehr gross. Im Gegensatz zu den kommerziellen Diensten (Fernsehen, Radio, Natelnetze etc.) können Amateurfunkstationen mit viel kleineren Sendeleistungen betrieben werden. Durch den Einsatz von entsprechenden Antennen und Empfängern mit äusserst hoher Empfindlichkeit ist es möglich mit geringsten Sendeleistungen grosse Distanzen zu überbrücken und sogar andere Kontinente zu erreichen.
Für den Aufbau einer Antennenanlage bestehen keine Standards, jedoch sehr umfangreiche technische Vorschriften. Ausgerichtet auf die Platzverhältnisse, die benützten Frequenzen, die geografische Lage und die örtlichen Rahmenbedingungen werden die Installationen individuell konzipiert.
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In der Tat, es gibt auch sportliche Varianten diese Hobbys. Da ist vor allem die Fuchsjagd zu nennen. Füchse müssen bekanntlich gesucht und gefunden werden, bevor man sie erlegen kann. Genau gleich läuft auch die Fuchsjagd per Funk ab, nur sind die Füchse hier Miniatursender, die irgendwo im Gelände versteckt sind. Die Jäger tragen keine Gewehre oder sonstige Waffen, sondern vielmehr Peilgeräte, um damit die Richtung zu den Füchsen zu bestimmen. Die Peilergebnisse werden auf eine Karte übertragen, um anschliessend die Zielpunkte anlaufen zu können, vergleichbar mit einem Orientierungslauf OL. Es finden nationale wie auch internationale Fuchsjagden statt. Als Toppveranstaltung gilt die Weltmeisterschaft in dieser Sparte. | ![]() |

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Um den Amateurfunk ernsthaft ausüben zu können, ist ein persönliches Engagement notwendig. Die Zufriedenheit der Aktiven zeigt sich in der Tatsache, dass die meisten sehr lange dem Hobby treu bleiben. Selbst nach vielen Jahren bleibt die Faszination der drahtlosen Kommunikation bestehen. Kontakte mit Freunden in anderen Kontinenten, die kulturelle und politische Grenzen überwinden, begeistern uns immer wieder. Das Gespräch mit dem Schiffsfunker in Asien, Funkverbindungen über Amateurfunksatelliten, Telegrafieverbindungen nach Südamerika und andere Kontinente oder Kontakte mit einsamen Inseln irgendwo im Pazifik gelegen, sind nur einige der möglichen Höhepunkte.
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Amateurfunker verfügen über exklusive Fähigkeiten. Verschiedensten Organisationen rekrutieren deshalb ihr Personal aus unseren Reihen. So bestehen bestimmte Spezialeinheiten der Armee mehrheitlich aus Amateurfunkern. Viele unserer Kollegen waren irgendwo auf der Welt im Einsatz für das International Rote Kreuz IKRK oder die Schweizerische Katastrophenhilfe. Schon oft konnten Amateurfunker in Notfällen weltweit Hilfe organisieren oder die Verbindung zwischen Katastrophenorten und Einsatzkräften sicherstellen.
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Amateurfunk findet kaum öffentlich statt. Die Ausstellungsstation im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern mit dem Rufzeichen HB9O ist eine der Ausnahmen. Link. Nach einem Neubau der Ausstellungshalle ist die Funkstation 2010 mit einem neuen Konzept wieder aktiv geworden. Funkbetrieb findet jede Woche Dienstag, Samstag und Sonntag statt. Besucher haben die Möglichkeit selbst an der Station aktiv zu sein. Video HB9O on the air. - Selbstverständlich versuchen wir, bei geeigneten Möglichkeiten unser Hobby vorzustellen. Informationen an Schulen, Bereitstellung von Stationen am weltweiten Pfadfinder Funk-Event "Jamboree on the air" und Ausstellungen jeglicher Art sind ideale Ansatzpunkte.
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"Amateurfunkstationen dienen dem Amateurfunkdienst, einem technisch experimentellen Funkdienst, der die Verwendung von Erd- und Weltraumfunkstellen einschliesst und der von Funkamateuren für die eigene Ausbildung, für den Verkehr untereinander, für die Durchführung von Not- und Katastrophenfunkverkehr und für technische Studien betrieben wird."
"Amateurfunk ist eine besondere Art der Kommunikation, die auf der ganzen Welt als Hobby betrieben wird. Amateurfunk ist eine politisch und konfessionell neutrale Tätgigkeit und kann für kommerzielle Zwecke nicht eingesetzt werden. Die Konzessionsbehörden der einzelnen Länder regeln die entsprechenden Details in Abstimmung mit weltweit geltenden Vorschriften. In der Schweiz ist das Bundesamt für Kommunikation BAKOM die für den Amateurfunk zuständige Instanz."
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